Inwiefern
ist
nun
die
Architektur
des
Solitärs
ein
zur
Natur
gegenwendiges
Element,
das
im
Zusammen
mit
dieser
den
Ort
-
in
der Natur
-
setzt,
und
als
solches
im
Gegenüber
zur
Natur
diese
in
gewisser
Weise
erst
ins
Wesen
bringt?
Im
umräumlichen
Bezug
knüpft
das
Kraftwerksgebäude
a
n
die
Identität
der
baulichen
„Solitäre“
an,
wie
sie
in
der
Gegend
als
Aussichtswarte,
freistehende
Sc
heune,
Trans-
formatorgebäude, Ziegelof
en,
Waldkapelle
etc.
begegnen.
Im
wesentlichen
ist
die
unmittelbare
Umgebung
reine
Natur-
landschaft,
es
gibt
ab
hier
flussabwärts
über
eine
Strecke
von
ca.10
km
keinerlei
Beb
auung,
nicht
einmal
eine
öffentliche
Straße.
Bergseitig
zum
Krafthaus
liegt
das
baulich
völlig
andersartige
Wasserschloss,
also
in
Distanz,
aber
zugleich
auch
in
Blick-
bezug
zum
Krafthaus,
es
sind
also
beide
Solitär
und
wiede-
rum
auch
nicht.
Die
besondere
Voraussetzung
dieses Projekts
ist
die
funktionsbedingt
siedlungsferne,
isolier
te
Lage
in
einem
ausgedehnten
W
aldgebie
t
entlang
der Großen Kr
ems:
diese
Idee
des
einfachen
Satteldachhauses
als
die
in
ihrer
Ursprünglichkeit
gedachte
Seinsgesta
lt
des
Bauens,
di
e
zu-
gleich
die
hohe
Qualität
spezifischer
Naturnähe
in
der
Un-
mittelbarkeit ihrer
Form impliziert
-
.
.
.
.
.
.
eines
Haustyps,
w
ie
er
wesentlich
für
Bauernhäuser,
Kleinhäuser
etc.
im
umliegenden
Raum
steht
-
als
einhüfti-
ger Baukörper, mit
in 45 Grad
geneigtem
Satteldach:
Die
kompakte
Baukörpergest
alt
wird
in
die
Ha
ptik
der
Mo-
derne
gegossen
,
in
die
fließend
schweigende
Materialität
des
Sichtbetons,
getei
lt
nach
der
variierend
immer
wiederkeh-
renden
Form
der
Schaltafeln,
etwa
im
Anklang
zur
schal-
reinen
Oberfläche des Staudammes Ottenstein,
.
. .
und
diese
Materialität
nun
übertragen
in
die
Typologi
e
ei
nes
Haustyps,
mit
dem
ein
Schritt
zurück,
als
die
andere
Grenze,
gesetzt
und zugleich erfragt wird, . . .
Sowohl
in
der
Außen-
als
auch
Innengestalt
der
Wandöffnungen
schließt
sich
ein
weiteres
Spannungsfeld
auf,
indem
auf
unterschiedliche,
einander
oft
ausschließende
Wandöffnungsty-
pologieen der Umgebung
bezug
genommen
wird :
die
kleinformatigen
Lochfenster
wurden
im
Hinblick
auf
die
Wandöffnungen
der
umgebenden
bäuerlichen
Architektur
gewählt,
wobei
die
Anordnung
am
flussaufwärtigen
Ende
der
Südwest-
fassade
eben
diesen
Bezug
zu
den
ebenerdigen
Bauernhöfen
aufnimmt,
während
die
vertikal
gereihten
der
hohen
Südostfassade
eine
fragende
Angrenzung
zu
den
berei
ts
beschriebenen
frühindustriellen
Mühlbauten
andeuten.
Ein
zu
SO-
und
SW-Fas-
sade
verschiedenes
wird
in
der
aus
Schrägdach-
und
Wandfläche
zusammenge-
setzte
n
NO
-
Ansich
t
ge
-
wählt:
Die
ebenfall
s
an
der
Süd-
westfassade
angeordnete,
ansatzweise
gr
oßflächige
P
r
ofi
l
gla
s
verglasun
g
hin
ge-
gen
setzt
eine
Referenz
zu
einem
Fenstertyp
der
Mo-
derne
(wie
etwa
bei
der
Verglasung
der
Turbinen-
halle Ottenstein).
Das
schmal
e
Dachfenster-
band
nimmt
b
ezug
auf
die
vertikal
transzendierenden
Fenster
einer
nahegelege-
nen
Waldkapelle,
die
Hori-
zontalschiebetür
auf
den
aktuellen Industriebau.
Kann
es
auf
diese
Weise
gelingen,
mit
den
einander
angenäherten,
spezifischen
Gegenüber
dieser
zueinander
gesetzten
Typolog
ien,
die
innere
Weite
des
Orts
zu
treffen,
ins
Offene
zu
bringen,
die
vielschichtig
wurzelnde,
geschichtlich
komplexe
Konkretion, die sich jeder Beschreibbarkeit entzieht, durchschimmern, als eine besondere Gestimmtheit anzuklingen zu lassen?
Die
Kraftwerksanlage
besteht
aus
einer
ca.
340m
langen
Oberwasserleitung
(inkl.
Ein-
laufbauwerke,
Reinigungsanlagen,
Kraft-
werksstollen)
bis
zum
Wasserschloss,
das
als
Druckausgleichsbehälter
und
Absperr-
stelle
(2
Fallschütze)
einen
frei
beweglichen
Oberwasserspiegel mit Überlauf aufweist.
Von
hier
führen
zwei
Druckleitungen
ins
Krafthaus,
in
dem
eine
grössere
Kaplantur-
bine
und
eine
kleinere
Francisturbine
betrie-
ben
werden.
Vom
Krafthaus
führt
der
ca.
30m
lange
Unterwasserkanal
bis
zur
Ein-
mündung in den Kremsfluss.
Projekt Umgestaltung des Krafthauses / Kleinkraftwerk a.d.
Gr.Krems
oswald ploner. architekt